Artikelsuche Maritime Bilder Service Hotline

 

E-Mail: service@awn.de

Deutschland:

Tel.: 0180/525 97 97*

*(0,14 €/Min aus dem Netz der Deutschen Telekom, Mobilfunk max. 0,42€/Min)

Österreich:

Tel.: 01/7109496**

**(Ortsgespräch Österreich)


Schweiz:

Tel.: 0848/484840***

***(max. 11 Rp/Min/Swisscom)

PayPal-Bezahlmethoden-Logo
Sie sind hier: / AWN Geschichte

AWN Geschichte

AWN Die Firmengeschichte

Die Firmengeschichte von A.W. Niemeyer

Inhalt

Die historische Entwicklung

Die frühen Jahre

Die Neuzeit

Heute

Die Filialen von A.W. Niemyer

Die Kataloge aus 40 Jahren AWN Versand

 

1.) Die historische Entwicklung

Der Ursprung von AWN reicht zurück in die Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts! Damit ist A.W. Niemeyer eines der ältesten Handelshäuser Hamburgs und vermutlich auch einer der älteste Ausrüster in Deutschland. Heute ist das Unternehmen, das sich vom Eisenwarenhändler zum international bekannten Spezialsten für Yachtausrüstung und Bootsausrüstung entwickelt hat, eine der bekanntesten Adressen für Yachtsportler im Bereich Yachtzubehör und Bootszubehör in den deutschsprachigen Ländern.

-Die Firmenzentrale in Hamburg Bahrenfeld-

1.1) Die frühen Jahre

Beginnen wir ganz von vorn: Im Jahre 1745 gründete der, aus der Nähe von Wuppertal zugewanderte, Kaufmann Johann Daniel Wuppermann einen Eisenwarenhandel am Hamburger Rödingsmarkt.

- Der Firmengründer-

Urkundlich erwähnt ist, dass er bereits 1742 seinen Wohnsitz dorthin verlegt und eine Hanseatentochter ehelichte. (Quelle: Hochzeitsbuch der Wedde) Wuppermann entstammte einer Familie, deren historische Wurzeln weit zurückreichen und die noch heute durch einen aktiven Familienverband (e.V.) vertreten wird.

(Quelle: http://www.familienverband-wuppermann.de/chronik/herkunft.shtml )

Aus einem Senatsprotokoll der Hansestadt von 1747 geht hervor, dass Daniel Wuppermann sich der Hamburger Verwaltung nicht nur als Händler, sondern auch als Industrieller angedient hat. Und so wurde von ihm tatsächlich um 1752 auf dem Grasbrook (http://de.wikipedia.org/wiki/Grasbrook) eine Eisengießerei und um 1755 ein Eisenhammer vor den Toren der Stadt, in Friedrichsruh, gegründet. Man kann heute davon ausgehen, dass er am Rödingsmarkt seine Erzeugnisse u. A. an Handwerksmeister, Schiffszimmerleute und Segelmacher verkaufte.

- Das ursprüngliche AWN-Haus vor dem ersten Weltkrieg-

Es waren Zeiten friedlichen Schaffens und erfolgreichen Aufbauens in der Zeit der großen Segelschiffe und Lastkähne. Allerdings gärte es bereits in Europa, Krieg und Unruhen kündigten sich an. Im Gründungsjahr tobte der österreichische Erbfolgekrieg (1740-1748), Friedrich, der König von Preussen, kämpfte in Schlesien und England und Frankreich standen sich in einem Kolonialkrieg gegenüber. Keine einfachen Zeiten, auch damals nicht. Mitte 1779 trat Wuppermanns Schwiegersohn August Wilhelm Schmilinsky (1747 – 1810)

in das Geschäft ein, das ab nun für viele Jahrzehnte den Namen Wuppermann & Schmilinsky tragen sollte. Mehr als 20 Jahre führte er die Firma durch eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten von Amerika entstanden, die französische Revolution die Gedanken der Welt veränderten und Napoleon mit seinen Heeren durch Europa zog. Nach seinem Tod und für weitere rund 50 Jahre lag die Verantwortung für das Unternehmen in den Händen der Witwe und seiner drei Söhne.

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeuteten für die hamburgische Wirtschaft einen bedeutungsvollen Strukturwandel. Die fortschreitende Entwicklungder Technik führte zur Industrialisierung, neben dem handwerklichen Kleinbetrieb entstanden die großen Industrieunternehmen. Anfang des Jahres 1862 übernahm der Hamburger Kaufmann Amandus Wilhelm Niemeyer (1835 – 1892) das Unternehmen

und firmierte fortan unter dem Namen

A.W. Niemeyer,Wuppermann & Schmilinsky Nachfolger.

Nach zunächst einigen schwierigen Jahren hatte sich das Unternehmen den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst und profitierte vom beginnenden Aufschwung der damaligen Zeit. Die Einwohnerzahl Hamburgs verdoppelte sich von 1870 -1895 durch den Zustrom industrieller Arbeitskräfte auf über 650.000 und das Unternehmen, mittlerweile von seinen Kunden kurz AWN genannt, spezialisiert sich auf Schiffsausrüstung und wird zum international wichtigsten Ausrüster im Hamburger Hafen.

Um 1902 übernahm dann der Sohn, Jacob Ernst Rudolph Niemeyer (1873 – 1945) das Unternehmen.

Als äußeres Zeichen für den rasanten Erfolg jener Zeit entstand in den Jahren 1908-1910 am Rödingsmarkt ein neuer Firmensitz. Ein damals hochmodernes Hochhaus mit neun Stockwerken.

Mit Beginn des Jahres 1914 verdunkelte sich auch für AWN eine ganze Epoche. Jäh unterbrach der Krieg mit seinen für die ganze Welt so schwerwiegenden Folgen die glückliche Entwicklung jener Jahre. Führung und Mitarbeiter hatten Zerstörung und persönliches Leid zu verkraften. Nach dem Krieg stellten die galoppierende Inflation und die Massenarbeitslosigkeit das Unternehmen vor schwierige Aufgaben und doch ging es nach den schweren Jahren wieder aufwärts.

Die Geschäftsverbindungen zu Freunden in aller Welt wurden neu geknüpft. Schiffe, deren Namen damals in aller Munde waren, wie die Luxusjacht "SAVARONA", die großen Passagierschiffe "CAP POLONIO" , "CAP ARCONA", "MONTE ROSA", die "EUROPA", die Walfangmutterschiffe "JAN WELLEM" und "WALTER RAU" mit ihren Fangbooten und viele, viele mehr, wurden von AWN ausgerüstet.

Dann 1939, der zweite Weltkrieg. In den Bombennächten sanken ganze Stadtteile Hamburgs in Schutt und Asche. Verglühte Werkzeugteile, geborstene Mauern, leere Fensterrahmen, von denen der Blick in ein unabsehbares Trümmermeer glitt, tiefe Krater, wo einst hohe Häuser gestanden hatten. So sah es nicht nur in Hamburg am Rödingsmarkt aus.

1945 hatte der Krieg ein fürchterliches Erbe hinterlassen. Die Arbeit von Generationen war dahin. Zerstört, was in zwei Jahrhunderten geschaffen war. Vergeblich das Lebenswerk so vieler. Konnte es hiernach jemals wieder einen neuen Anfang geben? In den Jahren nach 1945 zeigte sich am Beispiel der Firma AWN, dass nicht Besitzverhältnisse oder äußere Größe ein Unternehmen ausmachen, dass auch nicht glückliche Zufälle den Bestand ein Firma bedingen, sondern dass es stets die Menschen sind, die dort arbeiten, deren innere Verbundenheit mit der Aufgabe, ihre Treue zum Unternehmen und ihr Glaube an die Zukunft.

Der Name A.W.NIEMEYER hatte auch durch den zweiten Weltkrieg nichts von seinem Klang verloren.

Ein Symbol für diesen Unternehmensgeist ist ein altes Steuerrad, welches die Zerstörungen des Krieges auf wundersame Weise überlebt hat. Dieses wuchtige Rad, welches jahrelang hinter einem Fenster im ersten Stock der Geschäftsräume am Rödingsmarkt hing und fast zu einem Wahrzeichen der „Hamburger Seglermeile“ wurde, war Passanten und Fahrgästen der späteren U-Bahn, die direkt am Haus vorbeifuhr, ein wohl vertrauter Anblick.

Es hängt noch heute in der Hauptverwaltung von AWN an der heutigen Adresse im Holstenkamp 58, in Hamburg-Bahrenfeld.

DerWiederaufbau der Industrie, die fortschreitende Rationalisierung und der Bedarf an Material und Werkzeug lassen das Leben in den wieder aufgebauten Räumlichkeiten

am Rödingsmarkt wieder pulsieren. Mit der Hansestadt wuchs auch der Welthafen. Hunderte von Schiffsneubauten, von der Luxusjacht "CHRISTINA" bis zu den Supertankern der großen Tankschiffreedereien wurden nach dem Krieg von AWN ausgerüstet und die Abteilung für Yacht- und Bootszubehör wächst mit der ständig größer werdenden Zahl der Boote an der Küste, auf Flüssen und Seen. Im Herbst 1955 kehrt Gert Henry Georg Niemeyer ein Enkel des Gründers, der seit 1934 Mitarbeiter und seit 1942 Partner ist, aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück.

Er übernimmt die Führung des Familienunternehmens aus den treuen Händen langjähriger Mitarbeiter, die den Wiederaufbau erfolgreich durchgeführt hatten und konzentriert sich ab 1960 auf die damals sehr stark wachsende Anzahl der „Hobby-Skipper“ die auf ihren Segelyachten und Motorbooten neben der Küsten und Hochseefahrt auch die Fahrt auf den vielen Binnenrevieren in Deutschland zu ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung erkoren hatten. Der Name AWN wird für Skipper und Bootseigner zum Begriff für Sicherheit durch Qualität.

Durchdie Integration der Firma HSB, einem kleineren Spezialisten für den Bau von Aluminium-Masten und Vertreter bedeutender Beschlaghersteller sowie eine weitere Übernahme (Niemeyer erwirbt die Geschäftsanteile der Firma Bösch in Altona) erweitert sich im November 1970 auch das Werkzeug- und Maschinensortiment von AWN.

Damit erarbeitet sich AWN 225 Jahre nach der Gründung die absolute Spitzenposition in einer neu entstehenden Branche.

 

1.2 Die Neuzeit

Durch Vermittlung seiner Hausbank erwirbt 1973 der Hamburger Unternehmer Peter Flammang (*26.12.1930)

das traditionsreiche Handelsunternehmen vom Alteigentümer, der aus Altersgründen ausscheidet. Für Peter Flammang, der mit seiner Firma A.W. Naht (eine tatsächlich nur zufällige Gleichheit der Abkürzung AWN) im internationalen Geschäft mit Industrieanlagen, Schiffsneubauten und Reparaturen tätig ist, wird A.W. Niemeyer zu einer Passion. Er erkennt frühzeitig das Potential der Wassersportbranche und bringt im gleichen Jahr den ersten Versandkatalog für Wassersportler auf den Markt, der seither jährlich erscheint.

Seit damals erreicht AWN mit diesem umfangreichen Nachschlagewerk nahezu jeden Wassersportler in den deutschsprachigen Ländern.

Der damalige Katalogtitel "DER AUSRÜSTER" ist eine Reminiszenz an die Jahre um 1900, in denen AWN in Hamburg der wichtigste Ausrüster für den Hafen und die damalige Berufsschifffahrt wurde. Der AWN-Katalog wurde schnell zur Pflichtlektüre für alle Freizeitskipper und diente als kompetenter Ratgeber für Segler und Motorbootfahrer gleichermaßen, da er nahezu das vollständige Spektrum der Sortimente für den internationalen Wassersportsektor abbildete. Das Lieferprogramm des Vollsortimenters AWN umfasst seit 1970 wieder über 14.000 Artikel, spezialisiert auf das Sortiment rund um den Wassersport und wird ergänzt durch diverse Dienstleistungen.

1989 erwirbt AWN das traditionsreiche Kieler Fachgeschäft Robert G. Ernst mit der dort angegliederter Taklerei und eröffnet damit die erste Filiale von AWN ausserhalb von Hamburg. Es folgt 1990, unmittelbar nach dem Fall der Mauer, das "Haus des Wassersports NEPTUN" im Berliner Stadtteil Köpenick. Mit Übernahme dieser „ehemals ersten Adresse des Wassersports in der DDR“ wurde die dritte AWN-Filiale geschaffen.

Das stetige Wachstum des Versandhandels in Deutschland, auch in der Wassersportbranche, machte 1992 ein modernes Logistikzentrum am Holstenkamp 58 in Hamburg erforderlich. Mit einer Kapazität von über 2.000 Paketen/Tag wurde mit dem Kommissionier- und Versandlager, auch nach heutigen Gesichtspunkten ein hochmoderner Logistikbetrieb geschaffen.

Der ständig wachsende Kundenkreis und höhere Ansprüche der Kunden an die Einkaufsumgebung veranlassen Peter Flammang im Jahre 1999 zum Neubau eines erheblich vergrößerten Betriebsgeländes in Hamburg-Bahrenfeld.

Hier wird 2001 auf über 2500 m² Verkaufsfläche der neue Flag-Ship-Store von AWN eröffnet

und der Logistikbereich um mehr als 3.000m2 erweitert. Damit endet allerdings auch, durchaus zum Leidwesen vieler Kunden und Anwohner der Innenstadt, die Ära der traditionsreichen Seglermeile am Hamburger-Rödingsmarkt. Gleichzeitig scheidet Firmenchef Peter Flammang aus Altersgründen als Geschäftsführer aus und übergibt das Steuer des Unternehmens an den Hamburger Kaufmann Michael Ortmüller (*23.08.1952).

 

Dieser übernimmt in „rauher See“. Das Unternehmen war in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und der neue Kapitän muss einen neuen Kurs abstecken. Nach etwas mehr als einem Jahr ist diese Navigationsaufgabe vollbracht, der Alteigentümer scheidet aus und der Skipper kann der Belegschaft einen neuen Eigner vorstellen. Zudem erwirbt Michael Ortmüller eine Minderheitsbeteiligung und ist bis heute als Alleingeschäftsführer für die Gestaltung des Unternehmens verantwortlich.

Die neuen Gesellschafter zögern nicht lange und bringen das AWN-Schiff zügig auf Expansionskurs. Zusätzlich zu den Standorten in Hamburg, Kiel, Berlin-Köpenick und Glücksburg werden zu Beginn der Saison 2003 drei neue Filialen (Lübeck, Berlin-Spandau und München-Taufkirchen) eröffnet. 2004 folgt Dormagen (direkt zwischen Köln und Düsseldorf), 2006 Mannheim, 2007 ein erstes „Schnäppchen-Outlet“ in Hamburg und 2009 wird die erste Auslandsniederlassung in der Wiener-Neustadt eröffnet.

Durch die Filialexpansion ist AWN heute unangefochten der Marktführer unter den Boots- und Yachtausrüstern. Der Vertrieb von mehr als 10.000 Artikeln über das Filialnetz, der Versandhandel und seit 2000 auch über das Internet haben das Traditionsunternehmen in die Zukunft geführt. Mehr als 150 Mitarbeiter, die meisten von Ihnen mit eigener nautischer Erfahrung, arbeiten für das Wohl der vielen Kunden im In- und Ausland.