Die BOOT Düsseldorf liegt nun schon einige Wochen zurück und es ist seither in diesem Zusammenhang bereits viel über Boote, Yachten, Trendsportarten, Segler und Motorbootfahrer, Zubehör und Ausrüstung und natürlich auch über Besucherzahlen und Konjunkturprognosen geschrieben worden. Wir wollen heute einen sehr persönlichen Rückblick auf dieses, für uns Wassersportler ja wichtige Event, wagen.
Offiziell hatte die Messeleitung ja einen kleinen Rückgang der Besucherzahl im
Vergleich zur Boot 2011 gemeldet. So richtig glauben konnten wir das aber nicht!
Bei Öffnung der Tore war der Ansturm, jedenfalls an den Wochenenden, beträchtlich.
Aber fangen wir mal mit dem an, was uns alle vermutlich am meisten interessiert. Die Yachten!
Es gab, wie immer, kleine und große, schnelle und behäbige, schöne und weniger schöne Schiffe und wir beschränken uns daher mal auf unsere höchstpersönliche Favoritenliste. Und wir machen es dabei wie alle anderen auch: Völlig losgelöst von jeder Frage nach Bezahlbarkeit und Realismus geben wir hier unsere Tagträume und Gedankenspielereien wieder.

Ist sie nicht ein Traum von einem Segelschiff. Nicht grad ein 1€-Schnäppchen, aber gemessen an dem, was man noch vor einigen Jahren für eine Yacht dieser Größenordnung hätte hinblättern müssen, eben doch im wahren Sinn des Wortes preiswert. Über die Inneneinrichtung von Wohnungen kann mann ja trefflich streiten. Bei Schiffen übrigens auch und so ist es wohl gut, dass Eignerwünsche erfüllt werden und man nicht etwa nehmen muss, was auf der Messe ausgestellt wird.

Eine völlig andere Klasse, aber aus unserer Sicht ein ebenfalls großartiges Schiff, auch aus französischer Fertigung, hat uns aber dann doch (Schluß mit der Träumerei) etwas mehr interessiert.

Wir haben ja gedacht Hanse und Bavaria wären die wahren Meister der Innenraum-optimierung – aber die Kollegen aus Frankreich haben das in diesem Jahr getoppt. So viel Raum unter Deck auf 37 Fuß, das muss erst mal einer nachmachen. Und das bei einem Fahrtenschiff, welches wir uns wegen seiner Eignung als Ausbildungsyacht für unsere Mitarbeiter und AZUBI´s durchaus auch für AWN vorstellen könnten. Wäre dort nicht ein allbekanntes Problem: Bei Yachten gilt wie im Automobilbereich – es kostet am Ende nicht das was oben auf der Preisliste steht. 
Das es auch anders geht zeigt dieses Beispiel aus dem Motorbootbereich: 
Ein schicker Flitzer zum Komplettpreis, ready to go boating, sozusagen.
Ein weiteres Highlight in Düsseldorf war das diesjährige Blauwasserseminar von und mit Sönke Roever, der seine Erfahrungen aus einer Weltumrundung an ambitionierte Fahrtensegler weitergibt. Die Gewinner unseres Facebook-Wettbewerbs Sebastian Aßhoff und Jens Mach (hier zusammen mit Sönke Roever)

hatten die Teilnahme gewonnen und Sebastian hat uns dazu folgendes geschrieben:
” Das Blauwasserseminar war von Anfang bis zum Ende sehr interessant und wurde aufgrund der Themenvielfalt in den 2 Tagen nie langweilig. Vor über 200 Teilnehmern wurde über Themen, wie „Auswahl der geeigneten Yacht“, „Medizin an Bord“, über das „Blauwasser-Wetter“, bis hin zum „Energiemanagement auf einer Yacht“ referiert. Hervorzuheben waren hier besonders die Praxisbeispiele durch Sönke Roever. Hautnah wurde den Zuhörern über die Planung und den Erfahrungen der Blauwasserreise berichtet. „Was für eine Ausrüstung benötige ich“, „welche Kosten kommen auf mich zu“ und „wie optimiere ich diese direkt auf meine Bedürfnisse“. Auch nicht technische Themen, wie „der Bordalltag“ oder „das Leben unterwegs“, hatten einen großen Unterhaltungswert. Sehr schön waren die vielen Fotobeispiele während der Präsentation, die alle Teilnehmer direkt in das „Blauwasserleben“ beförderte.
Fast alle Themen sind natürlich auch für den „kleinen“ Törn zu gebrauchen, daher werde ich versuchen, möglichst viele Informationen bei der nächsten Törnplanung zu berücksichtigen. Eins wurde hier klar. Eine Blauwasserreise sollte man nicht „blauäugig“ angehen, sondern bedarf es einer sehr ordentlichen Vorbereitung und Planung. Das Seminar war wirklich super und hat mir sehr viel Spaß bereitet.
Vielen Dank an Sönke Roever, die anderen Referenten und an AWN !”
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Dem ist fast nichts hinzuzufügen, außer vielleicht der Ergänzung,

dass auch der
Wetter-Vortrag von Dr. Meeno Schrader einfach sehr beeindruckend war. Insbesondere die innertropische Konvergenzzone hatte es uns angetan.
Die vielen Möglichkeiten mit Sönke und den anderen Referenten zu diskutieren wurden von den Teilnehmern gern und reichlich genutzt. Wegen der großen Nachfrage wurde das Seminar am zweiten Wochenende nochmals durchgeführt und somit konnten insgesamt fast 500 Teilnehmer von den Erfahrungen von Sönke und seinen Ko-Referenten profitieren.
Eine gelungene Veranstaltung, die wir von AWN sehr gern unterstützt haben.
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Aber nicht nur für die “Großen” wurde etwas geboten, auf der BOOT!
Sehr gefallen hat offensichtlich allen auch das maritime Klassenzimmer. Es war einfach nett anzuschauen mit welchen Spaß und Elan die Kinder und mit welchem Engagement die Betreuer das Thema “Leben auf und im Wasser” aufgegriffen haben.
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Kinder spielten in diesem Jahr auf der BOOT ohnehin eine besondere Rolle bei uns! Wir haben hier im Blog ja schon über das Projekt <sunshine4kids> berichtet und sparen uns daher eine erneute Erklärung, um was es sich dabei handelt. Das nun auf der BOOT 2012, die Taufe für das erste Schiff der sog. “Hoffnungsflotte” zelebriert werden konnte, war für alle Beteiligten ein großer Erfolg und die beiden AWN- Gesellschafter Christoph Kroschke (mitte) und Michael Ortmüller (links) freuten sich bei der Scheckübergabe an die Initiatorin des Projektes Gaby Schäfer (rechts).

Die Kroschke Stiftung für Kinder unterstützt künftig die “Hoffnungsflotte” und ermöglicht so Kindern und Jugendlichen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, im Sommer eine tolle Woche auf einer Segelyacht zu verleben. Hier sollen sie Kraft schöpfen und schöne Erfahrungen machen. Übrigens hat der TV-Coach und Sozialpädagoge Thomas Sonnenburg, bekannt aus der RTL-Doku “Die Ausreißer - der Weg zurück” das Schiff auf den Namen “Sunshine” getauft. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland, möglichst aus allen Bundesländern, sollen bei dem Projekt des Vereins gemeinsam als große Flotte segeln. In diesem Jahr geht es ans Ijsselmeer und an die Nordsee. Dabei sollen Vorurteile über Bord geworfen und Freundschaften quer über alle Bundesländer und soziale Grenzen hinweg geschlossen werden. Die Flotte wird begleitet von Fachkräften mit pädagogischer Erfahrung, rund 130 Jugendliche sollen mit dabei sein und auch der von uns zur Verfügung gestellte AWN-Tender.

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Ein Höhepunkt ganz anderer Art fand während der “Düsselboot” außerhalb des Messegeländes statt. Der Jahr Top Special Verlag, der U. A, auch die Fachzeitung <segeln> herausbringt hatte in einem sehr urigen Ambiente zur Verleihung des diesjährigen “segeln Award” geladen.
In einer Umgebung von wunderschönen Oldtimern haben sich die Preisträger und die Gäste aus der Boating-Szene abseits vom Messetrubel einen Abend lang wohl gefühlt.
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Natürlich kamen auch wieder die weniger spektakulären Themen wie “Knoten üben” ,
die Jugendarbeit
diverse Fachvorträge (hier erklärt unser Herr Dohrmann gerade eine AWN-Rettungsweste und danach gab´s einen Aufblaswettbewerb),
und natürlich auch Kurioses….
nicht zu kurz.
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Es waren wieder einmal anstregende Tage in Düsseldorf. Aber auch schöne Erlebnisse mit interessierten Kunden, strahlenden Kinderaugen, spannenden Gesprächen und vielen kleinen Träumereien und Hoffnungen für die nächste Saison auf, am, im und manchmal auch unter Wasser.
/moFotos: AWN